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Straßennamen
sind ein Spiegelbild der Geschichte eines Ortes. Bezeichnungen von Plätzen und
Wegen repräsentieren den Zeitgeist einer Epoche. Aber mehr noch. Ein Name weist
auf historische Ereignisse hin. Doch über die Bezeichnungen hinaus gibt es
Geschichten zu erzählen. Geschichten über Menschen und Ereignisse.
Das
Pinneberger Tageblatt hat
sich zusammen mit der
Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch
auf Spurensuche begeben.
Im
14-täglichen Rhythmus werden einzelne Straßen in der Großgemeinde beleuchtet.
Hier geht es
zur Serie
Wir
danken: Arthur Mölln, Gerhard Pott, Erhard Wasmann und Hans-Joachim Wohlenberg
von der KG.
DER TORNESCHER CHRONIST CHRISTIAN WEGENER
Beinahe zehn Jahre lang forschte Christian Wegener in der
Tornescher Historie bis endlich 1945 sein vierbändiges Werk über die
Geschichte des Orts fertiggestellt war. 1936 hatte die Gemeindevertretung dem
ehemaligen Lehrer diese Aufgabe übertragen.
Wegener wurde am 29. März 1879 in Hemmor an der Oste
geboren. Ab 1907 arbeitete er als Lehrer und Konrektor an der Esinger
Volksschule. Nach seiner vorzeitigen Pensionierung 1936 zog Wegener nach
Hamburg-Altona. Schon während seiner Lehrtätigkeit galt Wegeners großes
Interesse der Heimatkunde. So wundert es nicht, das Gemeindevertreter dem
begeisterten Historiker die Aufgabe antrugen, die Ortschronik zu erstellen.
Trotz seines Umzugs nach Hamburg blieb Wegener Tornesch
stets treu und kehrte 1945 in die kleine Gemeinde zurück. Er baute sich in
Esingen ein Haus. Bis 1965 ergänzte Wegener die Chronik durch weitere Beiträge.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Historiker bei seinen Söhnen in
Harburg. Er starb 1970. Das Grab des Ortschronisten befindet sich auf dem
Tornescher Friedhof. (apa)
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